---- VOSSIS ON TOUR ----

Südostasien in 18 Tagen
Hong Kong - Bangkok - Singapur - Bali



Lange hatten wir auf diesen Tag gewartet,
am 27. April 2002 war es endlich soweit, mit unserem Gepäck irrten wir im Frankfurter Flughafen umher und suchten das richtige Gate. Im Gegensatz zu meiner Frau, die eine alte Häsin in Sachen Reisen ist, war ich ein Nervenbündel, immer im Zweifel, ist das auch das richtige Gate und Flugzeug? Die Stewardess nervte ich mehrfach mit der Frage, ob das Flugzeug auch wirklich nach Hong Kong fliegt! Sie beruhigte mich, ich brauche keine Angst zu haben, der Kapitän wisse den Weg und werde das Flugzeug sicher landen ! Es sei ihrer Kenntnis nach, noch nie ein Flugzeug oben geblieben ! Runter kommen sie Alle, ist doch logisch, ich habe ja in der Schule aufgepasst, der Haken dabei ist nur, wie kommt unsere -Boeing 747- wieder runter!!

Weltkugel

HongKong-Airport

Im Kiosk hatte ich mich mit ausreichenden Lesestoff eingedeckt, der Flug dauert ja lange 11 Stunden. Aber kaum hatte ich es mir im Sessel -Typ Sardinendose- bequem gemacht und die Brille zum lesen rausgekramt, kam schon die Stewardess um das Essen zu servieren. Also habe ich die Brille in die Ablage der Rücklehne gesteckt, nichts ahnend, das die Ablage an den Seiten offen ist und die Brille sich daraufhin auf dem Fussboden davon machte. Bis kurz vor dem Landeanflug in HongKong war ich damit beschäftigt die Brille wieder einzufangen !! Dumm gelaufen.

SkylineRennbahnPo_LinTempel
BlickvPeakSchwimmendesRestaurant

HONG KONG

HONG KONG, der Anflug und die Landung in der aufgehenden Sonne war einfach gigantisch, dieses Panorama mit den Hochhäusern und Brücken, es sieht aus als hätte Hollywood hier eine Filmkulisse hingestellt. HongKong bietet wenig Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn, die für sich alleine eine Reise wert sind.Es sind vielmehr die Atmosphäre der Stadt, das pulsierende Leben, die Kontraste zwischen Asien und dem Westen, zwischen althergebrachten Traditionen und dem Ultramodernen, die die Sinne betören.

Nicht zum Einkaufen lohnt sich HongKong, sondern um seiner selbst willen, als Stadt mit der vielleicht vielfältigsten und modernsten Hochhausarchitektur, die gleichzeitig chinesische Lebensweisen und Religionen selbstverständlicher und vielfältiger praktiziert als die Volksrepublik China im Norden, zu der HongKong seit dem 1. Juli 1997 wieder gehört. In den zwei Tagen, die wir in HongKong waren, konnten wir nur wenig kennenlernen. Wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte, kommen wir wieder. HongKong ist immer eine Reise wert.


StarFerryPierKowloonTinTauTemple
AberdeenBlickaufHongKong


BANGKOK

Das zweite Reise-Etappenziel war BANGKOK. Bangkok ist keine Stadt, die Besucher auf Anhieb in ihren Bann zieht. Die - Stadt der Engel - ist vornehm und verdreckt, schön und schäbig. Eleganz und Verfall, Pracht und Armut, lotosgeschmückte Schreine und chaotischer Strassenverkehr, Mönche und Barmädchen, die Glitzerwelt der Tempel und das Elend der Shantytowns sind die Facetten einer der faszinierendsten Großstädte Südost-Asiens.

Ein Muss für jeden Thailand-Besucher, so auch für uns, waren die Besichtigungen der Tempel- und Palastanlagen Bangkoks: Wat Traimit, Wat Pho und Wat Phra Keo. Und natürlich eine Fahrt mit dem Longtailboot durch die farbenprächtigen Klongs. Die schwimmenden Märkte - Floating Market - in Damnoen Saduak haben wir uns natürlich auch angeschaut. In den drei Tagen in Bangkok haben wir die grössten Sehenswürdigkeiten gesehen und waren auf das nächste Etappenziel Singapur gespannt.


BuddhaschreinGöttinJadestand
Khlong-FahrtFloatingMarket


SINGAPUR

Das dritte Reise-Etappenziel war SINGAPUR, die moderne, boomende Geschäftsstadt amerikanischen Gepräges, eine Gartenstadt mit viel Grün und Blumen, neben HongKong und Tokyo Finanzzentrum und modernes - Shoppingmekka - Asiens. Aber genauso gehören die - ethnischen Viertel - Chinatown, Little India und Arab Quarter dazu. Singapur - ein Faszinosum - voller Widersprüche, die im asiatischen Denken gar keine sind. Unsere Singapur-Highlights waren die Stadt-Rundfahrt mit dem Besuch von Chinatown,

Little India und dem Arabischen Viertel. Der Botanic Garden und der National Orchid Garden, mit über 60000 Pflanzen die größte Orchideensammlung der Welt, war ein Muss. Singapur ist übrigens der größte Orchideen Exporteur! Den einzigen Nacht-Safaripark haben wir natürlich auch besucht. Zum Abschluß unseres zweitägigem Aufenthaltes gönnten wir uns noch eine Hafenrundfahrt am Abend auf einer tradionellen chinesischen Dschunke inklusive Abendessen mit Blick auf die imposante Skyline von Singapur.


KolonialviertelOrchid-GardenSultan-Mosque
Raffles-HotelSkyline


BALI

Das vierte Reise-Etappenziel war BALI. Grüne Reisterrassen, Tempel, Schattenspiel und Gamelanmusik - PULAU DEWATA, die Insel der Götter, wie die Balinesen ihr Eiland nennen, zog uns sofort in ihren Bann. Immer wieder säumen schwankende Bambusstangen, geschmückt mit kunstvollem Flechtwerk, die Strassen - es sind Penjor, Opfergaben, die mit dem heiligen Berg der Balinesen, dem Gunung Agung, in Verbindung stehen. Bali, eine der rund 17500 Inseln des indonesischen Archipels, zählt wohl zu den berühmtesten Eilanden der Welt. Mit knapp 5600km² gerade doppelt so gross wie das Saarland hat dieses Staubkorn auf der Weltkarte ein unglaubliches Repertoire an Gesichtern. Uns faszinierte vor allem

die prächtigen religiösen Rituale, die heiteren Tempelfeste, die feierlichen Prozessionen, die prunkvollen Feuerbestattungen, aber ebenso der schillernde kulturelle Reigen, die exotischen Maskenspiele, die geheimnisvollen Trancetänze, die anmutigen Legong- und Barong Darbietungen. Auch die Landschaft setzt sich auf Bali grandios in Szene. Innerhalb eines Tages kann man allen Erscheinungsformen begegnen, deren die Natur fähig ist. Üppig grüne Reisterassen - man sagt, es seien die Himmelstreppen der balinesischen Götter - wechseln sich ab mit dramatischen Vulkankegeln, dichten tropischen Urwäldern und traumhaften Stränden, denen vielfach bunte Korallengärten vorgelagert sind. Bali wird zu Recht, die Insel der Götter genannt, ein Paradies auf Erden.


Barong-TanzBarong-TanzReisfelder
TempelPura-Tanah-Lot


DER ABSCHIED

Die 18 Tage sind leider schon vorbei, es geht wieder in Richtung Heimat, wir warten auf dem Ngurah Rai Airport auf unseren Flieger. Im Gepäck einen Koffer voller schöner Erinnerungen und Erlebnissen von denen wir sicherlich noch Monate, wenn nicht Jahre zehren können. Diese Reise war einfach wunderbar und jeden Euro-Cent wert.

Flughafen-Ngurah-Rai



© Voss 2008/ -Mail-Adresse - last update: 02.April 2008