Augsburger Theologie-Gespräche

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Veranstaltungen 2019 

     

 

Sa 05.01.2019

Prof. Dr. Peter Neuner (München)
Martin Luther - eine ökumenische Würdigung
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Sa 02.02.2019

Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming (Augsburg)
Was sind Werte wert?
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  Sa 23.03.2019 Prof. Dr. Hermann Häring (Tübingen)
Religion und Politik - Quellen von Gewalt?
Eine Gewissenserforschung

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  Sa 18.05.2019 Prof. Dr. Josef Imbach (Basel)
Woran christliche Identität sich messen muss
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  Sa 12.10.2019 Prof. Dr. Sabine Demel (Regensburg)
Kirche für die Menschen. Von einem glaubwürdigen Miteinander
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  Samstag,
5. Jan. 2019
15.30 Uhr
Prof. Dr. Peter Neuner (München)
Vortrag und Diskussion
Martin Luther - eine ökumenische Würdigung

Veranstaltungsort:
Hotel am alten Park im Diako/Tagungszentrum, Augsburg, Frölichstraße 17 (Nähe Hbf)
Kostenbeitrag 8,-- Euro

Zum Thema

Die Lutherbilder, die man in den 500 Jahren seit der Reformation und im Jubiläumsjahr 2017 gezeichnet hat, verraten oft mehr über die geistige Ausrichtung derer, die sie entworfen haben, als über den Wittenberger Reformator. In der katholischen Kirche sah man ihn über Jahrhunderte hinweg allein als Kirchenspalter, der unendliches Leid über die Christenheit und über ganz Europa gebracht hat. Im Gegensatz dazu haben ihn die Kirchen der Reformation vor allem als Befreier vom Joch des Papsttums verstanden. Diese konfessionellen Feindbilder konnten durch eine Besinnung auf Luthers zentrale Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders allein aus Glauben überwunden werden. Sie hat es möglich gemacht, das zentrale Anliegen Luthers ökumenisch zu rezipieren. Damit erscheint Luther als „gemeinsamer Lehrer“ der christlichen Kirchen, wie Kardinal Willebrands bereits vor fast 50 Jahren formulieren konnte. In der Konsequenz sind die Kirchen heute aufgerufen, diese Übereinstimmung im Zentrum der christlichen Botschaft auch in den Fragen fruchtbar zu machen, die noch immer kontrovers zwischen ihnen stehen und sie voneinander trennen. Diesem Zweck dient die Veranstaltung in Referat und Diskussion.

Zur Person
geboren 1941 in München
1960 Abitur, Studium der Philosophie und Theologie in München und Freising
1966 Priesterweihe
1966-1968 Kaplan in Traunstein, Promotionsstudium
1972-1980 Assistent am Institut für Ökumenische Theologie, Universität München
1976 Promotion zum Dr. theol.
1978 Habilitation zum Dr. theol. habil.
1980 Professor für Fundamentaltheologie, Universität Passau
1985 Professor für Dogmatik, Universität München
ab Oktober 2000 - 2006 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie,
2000 – 2006 Direktor des Ökumenischen Forschungsinstituts, Kath.-Theol. Fakultät, Universität München
Sprecher des Vorstands des Zentrums für Ökumenische Forschung an der LMU
1989-1991; 1997-1999 Dekan der Kath.-Theol. Fakultät, Universität München
1998-2002 Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Dogmatiker und Fundamentaltheologen des deutschen Sprachraums
seit 2002 – 2005 Vorsitzender des Katholisch-Theologischen Fakultätentages
April 2006 Pensionierung
Gremien und Kommissionen
Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Katholischen Akademie in Bayern
Mitglied des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses, seit 2000 Vorsitzender
Mitglied des China-Zentrums, Sankt Augustin bei Bonn
Beteiligter Hochschullehrer am Graduiertenkolleg der Hochschule für Philosophie München

Publikationen (Auswahl)
Turbulenter Aufbruch - Die 60er Jahre zwischen Konzil und konservativer Wende (2019)Zufall als Quelle von Unsicherheit (2014)
Theologie, kirchliches Lehramt und öffentliche Meinung (2015)
Bibel und Kirche / Martin Luther und "seine" Bibel (2017)
Revolte in der Kirche? Das Jahr 1968 und seine Folgen (2018)
Martin Luthers Reformation. Eine katholische Würdigung (2017)
P. Neuner, Paul M. Zulehner: Dein Reich komme - Eine praktische Lehre von der Kirche (2013)
Kirche und Reich Gottes. Zur Ekklesiologie Wolfhart Pannenbergs (2017)
Abschied von der Ständekirche. Plädoyer für eine Theologie des Gottesvolkes (2015)
Der Streit um den katholischen Modernismus (2009)

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  Samstag,
2. Febr. 2019
15.30 Uhr
Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming (Augsburg)
Vortrag und Diskussion
Was sind Werte wert?

Veranstaltungsort:
Hotel am alten Park im Diako/Tagungszentrum, Augsburg, Frölichstraße 17 (Nähe Hbf)
Kostenbeitrag 8,-- Euro

Zum Thema
Werte sind eine Art Kompass anhand derer wir unser Handeln und Denken ausrichten. Doch woher kommen sie? Sind sie universell oder werden sie durch Lebensumstände, durch geschichtliche, politische und/oder psychologische Faktoren bedingt? Die Beantwortung dieser Frage ist wichtig, wenn wir uns überlegen, welche Werte im öffentlichen Leben bestimmend sein sollen, insbesondere wenn unterschiedliche Werte aufeinanderprallen. 

Zur Person
Katharina Ceming, geboren 1970, ist promovierte Philosophin sowie promovierte und habilitierte Theologin. Neben ihrer Tätigkeit als außerplanmäßige Professorin an der Universität Augsburg arbeitet sie als freiberufliche Seminarleiterin und Publizistin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Spiritualität in den Weltreligionen, interreligiöser Dialog und interkulturelle Philosophie.

Publikationen (Auswahl)
Denken hilft! (2017)
Die verbotenen Evangelien (2016)
Denken macht glücklich (2016)
Der spirituelle Notfallkoffer (2015)
Ab in die Wüste (2013)
Buddhismus (2012)
Sorge dich nicht u morgen (2009)
Mystik im interkulturellen Vergleich (2005)

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  Samstag,
23. März 2019
15.30 Uhr

Prof. Dr. Hermann Häring (Tübingen)
Vortrag und Diskussion
Religion und Politik - Quellen von Gewalt?
Eine Gewissenserforschung


Veranstaltungsort:
Hotel am alten Park im Diako/Tagungszentrum, Augsburg, Frölichstraße 17 (Nähe Hbf)
Kostenbeitrag 8,-- Euro

Zum Thema
Weltweit hat sich die politische Großwetterlage verdüstert. Öffentliches Misstrauen, hemmungsloser Hass und ungenierte Gewalt sind im Vormarsch. Nach allgemeiner Überzeugung tragen Politik und Religionen dafür eine hohe Mitverantwortung. Beide gelten weithin als Quellen dieser neuen Gewalt, die uns mit Terroranschlägen, Menschenrechtsverletzungen und einer neuen Schreckensrhetorik in Atem hält.

Für diese Anschuldigungen gibt es viele Gründe, aber die Wirklichkeit ist komplexer. Zunächst treten Politik und Religionen an, um Gewalt zu überwinden; sie wollen die Welt verändern. Doch überall dort, wo sie eine Situation falsch beurteilen, ihre eigenen Interessen nach vorne rücken und die Nöte von Menschen nicht ernst genug nehmen, werden sie selbst zum Teil der Gewaltmaschinen, die sie überwinden möchten.

Es ist wichtiger denn je, dass sich Politik, die Weltreligionen und andere Weltanschauungen streng und in ständiger Selbstkritik an die Menschenrechte halten. Wir leben in keiner neutralen Welt. Wo Gewalt nicht zielstrebig eingedämmt wird, setzt sie sich durch, und wer sich nicht bewusst von ihr distanziert, wird unversehens zu einem Teil von ihr.

Deshalb sind Politik und Religionen zur gegenwärtigen Kooperation verpflichtet und diese muss vor Ort mit einem gemeinsamen zivilgesellschaftlichen Engagement beginnen. Ein solches Engagement zeigt schnell: Es gibt ein weltweites Ethos, das religiöses und politisches Handeln zusammenführen kann, um uns wirksam auf das große Ziel auszurichten: eine in Gerechtigkeit versöhnte Menschheit. Auf diese Vision muss setzen, wer die gegenwärtige Gewaltspirale wieder umkehren will.

Zur Person
Hermann Häring, geboren 1937, verheiratet, 3 Kinder
Studium der Philosophie in München und katholischer Theologie in Tübingen
1970 Promotion
1978 Habilitation
1970 - 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Hans Küng am Institut für ökumenische Forschung in Tübingen
1980 - 2005 Professor für systematische Theologie und Wissenschaftstheorie in Nijmegen (Niederlande), dort auch Gründungsdirektor des Interdisziplinären Instituts für Theologie, Wissenschaft und Kultur
Seit seiner Emeritierung (2005) lebt Prof. Häring in Tübingen.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragen des ökumenischen und interreligiösen Dialogs. Zudem ist er wissenschaftlicher Berater beim "Projekt Weltethos".
2009 erhielt Prof. Häring den Preis der "Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche" wegen seines nachhaltigen Engagements für die Freiheit der Theologie in Lehre und Forschung und in der gelebten Praxis der Kirche.

Publikationen (Auswahl)
Freiheit im Haus des Herrn. Vom Ende der klerikalen Weltkirche
Im Namen des Herrn. Wohin der Papst die Kirche führt. Mit einem Vorwort von Hans Küng
"Jesus von Nazareth" in der wissenschaftlichen Diskussion
Glaube ja - Kirche nein? Die Zukunft christlicher Konfessionen
Theologie und Ideologie bei Joseph Ratzinger

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  Samstag,
18. Mai 2019
15.30 Uhr
Prof. Dr. Josef Imbach (Basel)
Vortrag und Diskussion
Woran christliche Identität sich messen muss

Veranstaltungsort:
Hotel am alten Park im Diako/Tagungszentrum, Augsburg, Frölichstraße 17 (Nähe Hbf)
Kostenbeitrag 8,-- Euro

Zum Thema
Manche Gläubige (und nicht nur sie) haben an den christlichen Kirchen einiges zu bemängeln. Die diesbezüglichen Klagen betreffen nicht nur manche Amtsträger, sondern, grundlegender, auch lehrhafte und strukturelle Aspekte. Andere wiederum vertreten die Ansicht, dass Kirchentreue Kirchenkritik ausschließe. Dabei müsste selbst Kurzsichtigen auffallen, dass aus dem göttlichen Feuer, das Jesus entfacht hat (vgl. Lukas 12,49), auch viel garstiger menschlicher Rauch aufsteigt. Angesicht dieser Tatsache stellt sich sehr wohl die Frage, ob und inwieweit man sich mit einer der christlichen Kirchen überhaupt identifizieren kann – oder darf. Und aufgrund welcher Kriterien christliche und kirchliche Identität zu bestimmen ist.

Zur Person
Josef Imbach, geboren 1945, Schweizer Theologe und Franziskaner
Von 1975 - 2002 Professor für Fundamentaltheologie und Grenzfragen zwischen Literatur und Theologie an der Päpstlichen Theologischen Fakultät San Bonaventura in Rom
Von 2005 - 2010 Lehrauftrag für Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Basel
Gegenwärtig unterrichtet er an der Seniorenuniversi
tät Luzern
Außerdem ist er in der Erwachsenenbildung und in der praktischen Seelsorge tätig
 Bekannt
ist er auch als Verfasser von über 60 Buchpublikationen zu aktuellen Lebens- und Glaubensfragen
Josef Imbach ist Preisträger der „Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche“
 

Publikationen (Auswahl)
Straßenmeditationen - eine Mystik des Alltags
Die geheimnisvolle Welt der Klöster
Der gehörnte Mose und eine falsche Madonna
Ich sah das Grab vom Tod befreit
Was wirklich in der Bibel steht
Himmelsfreuden – Höllenpein
Marias Panzerhemd und Josefs Hose
Rom. Wenn Bilder sprechen und Steine reden
Die Eingeweide der Päpste

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  Samstag,
12. Okt. 2019
15.30 Uhr

Prof. Dr. Sabine Demel (Regensburg)
Vortrag und Diskussion
Kirche für die Menschen. Von einem glaubwürdigen Miteinander

Veranstaltungsort
Hotel am alten Park im Diako/Tagungszentrum, Augsburg, Frölichstraße 17 (Nähe Hbf)
Kostenbeitrag 8,-- Euro

Zum Thema
„Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist“ - hat Papst Franziskus vor einigen Jahren geschrieben. Dazu passt auch, dass er die Wirklichkeit für wichtiger erklärt hat als die Ideen und Prinzipien, und dass er die Kirche mit einem Feldlazarett verglichen hat, das dort aufzuschlagen ist, wo die Kämpfe des Lebens stattfinden, wo die Menschen leben, wo sie Leiden, wo sie hoffen.

Was heißt das für unser Verständnis von Kirche? Was heißt das für unser Verständnis als KatholikIn? Wie können wir, wie kann jede(r) Einzelne von uns zu einem glaubwürdigen Miteinander in der Kirche beitragen?

Zur Person
Sabine Demel, geb. 1962
1982 bis 1988 Studium der Theologie und klassischen Philologie an der Katholischen Universität Eichstätt
1992 Promotion Dr. theol.
1995 Habilitation
Seit 1997 Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg
Seit 2001 Dekanin an der dortigen Katholisch-Theologischen Fakultät
Gründungsmitglied von Donum Vitae e.V. in Bayern
Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie
Mitglied im Landeskomitee Bayern und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)
Mitglied der Theologischen Kommission des Kath. Deutschen Frauenbundes (KDFB)


Publikationen (Auswahl)
Krönung oder Entwertung des Konzils?
„Löscht den Geist nicht aus“. Synodale Prozesse der deutschen Diözesen
Frauen und kirchliches Amt. Vom Ende eines Tabus in der katholischen Kirche
Im Dienst der Gemeinde. Wirklichkeit und Zukunftsgestalt der kirchlichen Ämter
Mitmachen – Mitreden – Mitbestimmen. Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen in der katholischen Kirche
Mehr als nur Nichtkleriker: Die Laien in der katholischen Kirche
Universales und partikulares Recht in der Kirche – konkurrierende oder integrierende Faktoren?
Bilderstreit um die Ehe. Theologische und kanonistische Erblasten eines aktuellen Konflikt

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